Modul 5: Polytrauma, Mehrhöhlenverletzung. Aufklärung, Haftpflicht, Begutachtung
Alle Module können separat gebucht werden. Der Einstieg ist jederzeit möglich.
| Leitung: | Dr. M. Rüsseler Dr. U. Schmucker |
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Informationen zu Modul 5
Impressionen von Modul 5
Bericht zu Modul 5 „Polytrauma, BG, Begutachtung, Recht“
Nach vielfältigen Vorbereitungen durch die Modulverantwortlichen und die weiteren Mitglieder der AG Weiterbildung konnte vom 06.-08.05.2010 das Modul 5 an den Räumen der Universitätsklinik Frankfurt/Main stattfinden. Insgesamt 40 Teilnehmer aus allen Weiterbildungsstufen, sowie 4 Studierende haben sich am Donnerstagabend im Hörsaalgebäude eingefunden. Hier ging es in dem interaktiven Vortrag „Apollo 13: Houston wir haben ein Problem“, wurde das Auftreten und Kumulieren von Fehlern und auch das Thema Fehlermanagement aktiv diskutiert. Im Anschluss fand bei Snacks und Getränken ein ersten Kennenlernen bzw. auch Wiedertreffen der Teilnehmer und Dozenten statt. Die angeregten Diskussionen zum Thema Fehlermanagement aber auch Aus- und Weiterbildung wurde spontan mit insgesamt 35 Teilnehmern und Dozenten bei einem nahegelegenen Italiener fortgesetzt.

Gruppenarbeit zum Fall Thomas Schmidt (Gruppe 4)
Am nächsten Morgen ging es nach einer kleiner Einführung und Gruppenzuteilung in die Gruppenarbeit und in den ersten Fall über einer jungen polytraumatisierten Motorradfahrer, der per Hubschrauber in den Schockraumgebracht wird. In den Gruppen wurde nicht nur die Zusammenstellung eines Schockraumsteams diskutiert, sondern auch die „gute“ Übergabe und das strukturierte Vorgehen im Schockraum erarbeitet.
An Hand der Röntgen- und CT-Aufnahmen wurde das Verletzungsmuster analysiert und hierbei noch einmal das korrekte Herangehen an Röntgen- und CT-Bilder besprochen. In zwei kurzen Vorträgen konnte das in der Gruppenarbeit erarbeitete noch einmal erweitert und vertieft werden.

Begutachtung der Röntgen- und CT-Bilder des Polytraumafalls (Gruppe 2)
Nach dem wohlverdienten Mittagessen ging es zunächst im Plenum weiter. Hier wurden
zwei Patientenfälle vorgestellt, in dem es zu „Komplikationen“ kam. In den angeregten Diskussionen ging es nicht nur um die Frage, was ist da schief gelaufen, sondern auch um die Fragen: Wie gehe ich mit Komplikationen/Fehlern um? Wie sage ich es dem Patienten/den Angehörigen? Was darf ich eigentlich sagen?“. In der Kleingruppe wurde das Thema dann in einem Rollenspiel fortgesetzt.
Anschließend ging es an die Recherche zum Fall Thomas Schmidt. In Kleingruppen wurden hierzu Kurzvorträge erstellt, die am nächsten Tag dem Rest der Gruppe präsentiert wurden.

Kleingruppenarbeit Recherche (Gruppe 1)
Nach kurzer Pause ging es weiter mit dem Themenbereich „BG“. In kurzen Fällen und einem Quiz wurden nicht nur die wichtigen Begriffe zum Thema „BG“ erarbeitet, sondern auch die häufigen Fragen und Probleme im diesem Themengebiet geklärt.
Im Plenum wurden die Lernziele des Tages zusammengefasst. Anschließend ging es zur Abendveranstaltung. wo in gemütlicher Runde angeregt weiterdiskutiert wurde.

Diskussionen und Erfahrungsaustausch während der Abendveranstaltung
Am nächsten Morgen ging es weiter mit Thomas Schmidt, dem jungen Motorradfahrer, der mittlerweile auf der Intensivstation angekommen war. Worauf muss bei der Übernahme eines Patienten geachtet werden? Wie ist das rechtlich mit der Einrichtung einer Eilbetreuung? Wann endet diese? Wann kann die nächste Operation erfolgen? Um nur einige der diskutieren Themen zu nennen.
In zwei kurzen Fällen wurde das Vorgehen bei Wirbelsäulenverletzungen, v.a. beim Querschnitt, sowie beim schweren Schädel-Hirn-Trauma erarbeitet.

Angeregte Diskussionen zwischen Teilnehmern und Tutoren auch während der Pausen
Wie geht es weiter mit den 3 schwerstverletzten Patienten? Welche Rehabilitation ist jeweils sinnvoll? Welche Ziele sollen erreicht werden? Dies wurde in Gruppenarbeit diskutiert und anschließend im Plenum in einem Kurzvortrag zusammengefasst.

Kurze Vorträge konnten die Ergebnisse der Gruppenarbeiten erweitert und vertieft werden
„Was Sie schon immer zur Begutachtung wissen wollten!“ Nach einem Einführungsvortrag in dem viele dieser Aspekte mit einigen „Aha-Erlebnissen“ besprochen wurden, ging es in der Gruppenarbeit um die Begutachtung von Thomas Schmidt. Welche Beeinträchtigungen hat der junge Mann fast 3 Jahre nach seinem Unfall und welche MdE wird erreicht?
Nach der Prüfung, einem letzten Treffen im Plenum, um die Lernziele des Tages zu besprechen und das Modul Revue passieren zu lassen, endeten drei nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch die Tutoren spannende und lehrreiche Tage in Frankfurt.
Wir möchten uns ganz herzlich bei den Teilnehmern und Tutoren für Ihr großes Engagement und ihre Motivation während der 3 Modultage bedanken und freuen uns auf weitere spannende und lehrreiche Module.
Mit besten Grüßen
Prof. Dr. Wolf Mutschler Prof. Dr. Udo Obertacke Dr. Miriam Rüsseler Dr. Uli Schmucker
Erfahrungsbericht über Fit after Eight
Modul 5
Polytrauma, BG, Begutachtung, Recht

Vom 6.-8.5.2010 nahm ich an dem Modul 5 der Fit after Eight - Kursreihe mit dem Thema Polytrauma, BG, Begutachtung und Recht teil.
Es war das erste Mal, dass ich einen Fit after Eight – Kurs besuchte und ich war schon im Vorfeld sehr gespannt, was mich erwartete. Da ich zurzeit das Praktische Jahr am Universitätsklinikum Mannheim absolviere und vor einigen Wochen mein Wahltertial in der Orthopädie/Unfallchirurgie beendet hatte, freute ich mich schon sehr, auch nach Beendigung dieses Abschnitts noch einmal einiges über das Fachgebiet zu lernen.
Besonders interessant aus studentischer Sicht war das Thema Schockraum. Gerade dass man bei einem Patienten von Einlieferung über radiologische Bildbefundung, Operationen, Klinikaufenthalt bis hin zur Rehabilitation alle Stationen sorgfältig besprochen hatte, machte den ganzen Fall sehr anschaulich. Was mich persönlich sehr interessiert hat, war das ganze Schockraummanagement und die Pathophysiologie eines Polytraumatisierten. Bemerkenswert war, wie unterschiedlich doch in verschiedenen Kliniken der Schockraum gemanagt wird. Als Student kennt man die Abläufe ja nur relativ oberflächlich aus diversen Famulaturen oder aus dem PJ. Dabei achtet man meist gar nicht auf die Feinheiten, auf welche Weise welche einzelnen Fachdisziplinen z.B. zu einem Polytrauma hinzugerufen werden, weil man meist doch eher darauf fixiert ist, den Unfallmechanismus und die daraus resultierenden Verletzungen zu verstehen und das Vorgehen der Ärzte nachzuvollziehen.
Da das Thema Begutachtungen früher oder später auch auf uns jetzige Studenten zukommen wird und wir während des Studiums sogut wie gar nicht damit in Berührung kommen, war es sehr informativ auch darüber etwas zu hören. Besonders die Unterschiede zwischen den Gutachten für die verschiedenen Versicherungen wie z.B. private und gesetzliche Unfallversicherungen zeigten mir, dass dies ein Thema ist, bei dem es sich lohnt sich noch näher damit zu beschäftigen.
Abgesehen von den fachlichen Themen waren die Abendveranstaltungen auch sehr interessant. Dabei hatte man die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Ärzten über ihre Kliniken zu unterhalten: Welche Aufgabenbereiche haben Assistenzärzte in verschiedenen Krankenhäusern? Auf was kommt es bei Bewerbungsgesprächen an? Wie wird die Lehre in anderen Kliniken gestaltet?
Die Idee, Studenten, die sich für das Fach Orthopädie/ Unfallchirurgie interessieren, die Möglichkeit zu bieten, an den Fit after Eight-Kursen teilzunehmen, finde ich sehr gut. Somit wird unser Interesse für das Fachgebiet noch mehr geweckt und es wird uns ermöglicht, auch über den studentischen Tellerrand einmal hinauszuschauen.
Alles in Allem durfte ich in den drei Tagen sehr viel lernen und hoffe, auch an anderen Modulen, vielleicht das nächste mal dann nicht mehr als Studentin, teilnehmen zu können.
Miriam Hahn
Tagesplan von Modul 5 (als PDF)





